Gänseliesel

 

Liebe Welsh-Terrier Freunde,

mein Name ist "Assy vom Gänseliesel", bin am 11.04.1999 ein Jahr alt geworden und möchte nun mal über mein erstes aufregendes Lebensjahr berichten.

"Assy vom Gänseliesel"



Am 11.04.1998 wurde ich zusammen mit meinen 5 Geschwistern von meiner Mama "Fenella vom Gänseliesel" bei meiner sehr netten Züchterin Frau Becker in Spanbeck-Bovenden geboren. Wir 6 Welpen hatten mit unserer Mama ein wirklich schönes Welpenleben. Den ganzen Tag spielten und rauften wir zusammen, bis wir geschafft in der Ecke lagen. Zugleich wurden wir auch von unserer Mama streng erzogen.

Dank Frau Becker meiner Züchterin, blieben wir bis zur elften Woche bei unserer Mama. Das war für uns ein großer Vorteil, denn gerade in der letzten Zeit gab es sehr viel von unserer Mama zu lernen.

Dann kam der Tag, an dem mein Herrchen und Frauchen kamen, um mich abzuholen. Ich kann Euch sagen, es war sehr aufregend. Am frühen Morgen ging es schon los. Meine Züchterin Frau Becker fing an, mich fein herzurichten. Trimmen und kämmen kannte ich bisher ja nur vom zuschauen, aber nun war ich selbst an der Reihe. Oh, dachte ich, das wird ja heiter, solange stillstehen möchte ich aber nicht. Aber es ging alles besser als ich dachte und dann war ich fertig und Frau Becker war mit mir sehr zufrieden. Aufgeregt lief ich nun hin und her. Dann endlich die Türklingel! Aber so mutig ich die ganze Zeit war, jetzt verließ mich doch der Mut. Ängstlich legte ich mich zu meiner Mama Fenella. Aber als mein Herrchen und Frauchen nun eintraten lief ich gleich zur Begrüßung auf sie zu. Sie waren sofort in mich verliebt und meinten, ich sei ein süßes Mädchen. Ich war mir meiner Würde sofort bewusst und lief ganz stolz vor ihnen hin und her.
Nun hieß es Abschied nehmen von Mama, meinen Geschwistern und Frau Becker. Ein letzte Foto mit Frau Becker und dann ging es los. Mein Frauchen nahm mich ganz lieb auf den Arm und ich fühlte mich gleich geborgen.
Nun kam ich in meine neue Transportbox, schön ausgelegt mit einer weichen Decke und einem getragenen T-Shirt meines Herrchens.  Dann ging die Fahrt los. Meine erste längere Autofahrt, wohnte ich die ganze Zeit doch in Niedersachsen, zog ich jetzt nach Rheinland-Pfalz. Die ersten paar Minuten musste ich nun doch etwas weinen. Aber mein Frauchen erzählte mir dann ganz ruhig von meinem neuen Zuhause und den großen und kleinen Menschen die schon ungeduldig auf mich warten. Das beruhigte mich und ich schlief ein. Unterwegs machten wir dann eine Pause, aber ich war viel zu aufgeregt um mein Bächlein zu machen. Ich wollte nur noch mein neues Zuhause kennen lernen. Endlich sagte Herrchen, so Assy, nun sind wir zu Hause, herzlich willkommen.

Abschied von meiner Mama "Fenella vom Gänseliesel"


Wir gingen zuerst in den Garten, wo der Rest der Familie schon auf uns wartete. Ich muss ja wirklich ein sehr schönes Mädchen sein, denn alle riefen, oh wie goldig, oh wie niedlich. Marius (3 Jahre) und Louisa (2 Jahre), die beiden kleinen Enkelkinder unserer Familie und ich mochten uns sofort. Dann wurde ich dem Rest der Familie vorgestellt, sie müssen wissen, ich wohne nämlich jetzt in einem 5-Generationen-Haus. Nachdem alle mich mit großer Begeisterung begrüßt hatten, vielen mir die Augen zu und Frauchen brachte mich ins Haus in eine extra für mich hergerichtete ruhige Ecke. Als ich wach wurde meinte Frauchen, ich müsste doch hungrig sein und machte mir leckeres Futter zurecht. Aber ich hatte keine Lust mir mein Futter selbst aus dem Napf zu holen. Nun, Frauchen setzte sich neben mich auf den Boden und fütterte mich aus der Hand. Nun machte mir das Fressen Spaß. Sobald ich selbst aus dem Napf fressen sollte hatte ich keine Lust. Es schmeckte mir halt nur aus der Hand Frauchens. So ging es Tage, bis mein Herrchen ein Machtwort sprach und Frauchen mich nicht mehr aus der Hand füttern durfte. Zuerst dachte ich, ich könnte sie wieder umstimmen, aber Herrchen achtete streng darauf. Nun ja um nicht zu verhungern fraß ich dann halt selbst aus dem Napf, es geht ja auch so. Mit Marius und Louisa spiele ich ganz toll in unserem Garten. Wir haben einen großen Sandkasten, darin spielen wir alle drei zusammen. Ich wühle große Löcher und Marius schimpft manchmal, dass er den Sand ins Gesicht bekommt. Na ja, ich habe schließlich hinten keine Augen.

Marius und ich



Bei Louisa muss ich auf mein Trinkwasser und auf meine Kauknochen aufpassen. Wenn ich gerade nicht da bin taucht sie ihre Finger in mein Wasser und lutscht sie ab oder kaut den Rest meines Kauknochens. Nun verbuddele ich meine Knochen im Garten, die findet sie nicht so schnell. Unseren ersten Urlaub verbrachten wir in Südtirol. Ich kann Euch sagen, das war toll. Den ganzen Tag tollten wir über die Wiesen, bergauf, bergab. Abends war ich fix und fertig. Als ich auf der Seiser Alm dann noch meinen ersten Schneemann sah und ableckte (und das mitten im September) war ich baff. Dann hatte ich noch ein tolles Urlaubserlebnis. Wir gingen in Kastelruth spazieren. Mein Frauchen rief, schaut, da vorne kommt ja auch ein Welsh-Terrier. Man glaubt es nicht, aber es war mein Vetter "Saphir vom Gänseliesel".
Die Welt ist halt klein, wir alle haben uns sehr gefreut uns ausgerechnet in Südtirol wiederzusehen.

Dann erlebte ich meinen ersten Herbst.
Mein Güte war das spannend als die Blätter von den Bäumen geweht wurden. Ich jagte jedem Blatt hinterher und war anschließend total geschafft. Irgendwann wurde es zuhause richtig aufregend. Ich glaube, meine Familie nannte das Advent. Das ganze Haus wurde mit Tannen und Kerzen geschmückt und es roch fast jeden Tag nach Gebäck. Alle waren beschäftigt mit basteln und einkaufen, ich lief immer hinterher, denn man hatte ja etwas verpassen können. Abends wurde es dann ruhig und gemütlich, dann konnte ich mich endlich in Ruhe zusammenrollen.

Eines Tages stand ein großer Tannenbaum ohne Wurzeln auf unserer Terrasse. Nanu dachte ich, was haben die denn da gebracht, einen Baum ohne Wurzeln? Ja aber am nächsten Tag stand doch dieser Baum bei uns im Wohnzimmer! Ich hörte wie Frauchen sagte, Glaskugeln- und Glocken können wir dieses Jahr wegen Assy und Louisa nicht an den Baum hängen. Na, dachte ich bei mir, mal sehen was die mit dem Baum so machen.

Louisa, Marius und ich



Herrchen ging mit mir spazieren, als wir wieder kamen war ich aber erstaunt! Der Baum war sehr schön geschmückt. Neugierig lief ich um den Baum herum. An ihm hingen viele kleine Teddybären, Holzspielzeug und Lichter, alles Dinge, die nicht so leicht zerbrechlich sind, wegen Louisa und Assy, meinte Frauchen.
Dann kam Heiligabend, es wurden kleine und große Päckchen unter den Baum gelegt und die Kerzen am Baum angezündet und das Weihnachtszimmer noch mal kurz verschlossen bis die ganze Familie versammelt war. Mich hatten sie aber versehentlich im Weihnachtszimmer gelassen. Da es mir langweilig war, fing ich an, mir die Päckchen anzusehen. Ein kleines gefiel mir ganz besonders gut. Dies ist bestimmt für mich dachte ich, na es wird wohl niemand etwas dagegen haben, wenn ich es schon auspacke. Also fing ich an, fein säuberlich das Papier zu entfernen und die Schachtel zuöffnen, aber oh Schreck, das war gar nicht für mich, da fielen ja Ohrringe heraus. Ich ließ alles auf dem Boden liegen und legte mich unter den Tisch und wartete wie es nun weitergeht. Endlich kam meine Familie ins Zimmer, Frauchen sah sofort das Papier auf der Erde und ahnte nichts Gutes. Herrchen lachte und meinte, nun hatte ich Frauchen ja eine Arbeit abgenommen. Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass niemand böse mit mir war.
Mein Weihnachtsgeschenk, ein schöner neuer Knochen, hing übrigens im Tannenbaum. Louisa und ich konnten es aber nicht lassen, ab und zu doch etwas vom Tannenbaum zu nehmen, es bewegte sich halt alles verführerisch und wir wollten einfach damit spielen. Frauchen war uns aber nicht böse.

Dann stand ja auch mein erstes Osterfest bevor.
Ich hörte wie Marius sagte, er müsse ein Nest aus Moos für den Osterhasen bauen. Nun, dachte ich da kann ich bestimmt mithelfen. Marius war dies aber nicht recht. Denn alles was er unterm Baum so zurecht machte, wollte ich an eine andere bessere Stelle bringen. Dann kam Frauchen und holte mich ins Wohnzimmer, wo ich dann durch die Glastüre nur zuschauen durfte. Dies gefiel mir gar nicht und ich fing an zu jammern, aber Frauchen blieb diesmal streng. Ebenfalls durfte ich auch am Ostermorgen erst in den Garten, nachdem die Kinder die Osterhasen -und Eier aufgesammelt hatten. Ich hätte ja zu geme auch mal in einen Osterhasen gebissen. Aber das versteht ja keiner.

So liebe Terrierfreunde, dies sind einige Ereignisse aus meinem ersten Lebensjahr. Mein Herrchen ist sehr stolz auf mich und sagt, ich wäre der schönste und liebste Hund, den er jäh hatte und das ist doch toll!!


Eure Assy vom Gänseliesel

 

Das ist mein Lieblingsplatz!

 

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      Stand: 31. Januar 2009.